Mülheim an der Ruhr: Solider Mittelweg im Revier
- Metropolen (A-Lage) Nettomietrendite Ø: 2,0–3,5 % (Stand: April 2026)
- B-Städte Rendite Ø: 3,5–5,5 % (Stand: April 2026)
- C-Lagen Rendite Ø: 5,0–9,0 % (Leerstandsrisiko!) (Stand: April 2026)
- Bevölkerungswachstum DE: +0,3 % p.a. (Zuwanderung) (Stand: April 2026)
- Wohnungsneubau 2024: nur ca. 250.000 (Ziel: 400.000) (Stand: April 2026)

Mülheim an der Ruhr (ca. 170.000 Einwohner) liegt direkt zwischen Essen und Duisburg — und ist von beiden gut erreichbar. Diese geografische Lage macht Mülheim zu einem attraktiven Wohnstandort für Pendler, die in Essen oder Duisburg arbeiten aber günstiger wohnen wollen. Kaufpreise liegen bei 1.200–2.200 Euro/m², Mieten bei 8–11 Euro/m². Bruttorenditen: 5–7 % je nach Lage und Zustand.
Im Vergleich zu Gelsenkirchen oder Hagen ist Mülheim stabiler und bürgerlicher, aber teurer. Im Vergleich zu Essen oder Duisburg ist Mülheim günstiger aber ähnlich gut angebunden. Es ist der klassische Mittelweg für Investoren die Ruhrgebiet-Renditen wollen ohne Ruhrgebiet-Risiken.
Stadtteile im Fokus
Kaufen Sie nicht nur nach Rendite, sondern nach Zukunftsfähigkeit der Stadt: Ist die Wirtschaft diversifiziert? Gibt es Hochschulen? Wie ist die Bevölkerungsprognose bis 2035? Eine 8-%-Rendite in einer schrumpfenden Industriestadt kann trotzdem ein schlechtes Investment sein, wenn der Leerstand in 10 Jahren bei 20 % liegt.
Saarn und Selbeck im Süden sind die bürgerlichsten und stabilsten Stadtteile — hier leben viele Eigentümer, die Mieterstruktur ist solide. Preise: 1.800–2.500 Euro/m². Styrum und Heißen im Norden sind günstiger (1.000–1.600 Euro/m²) aber mit mehr Fluktuation. Mülheim-Innenstadt hat gute Infrastruktur und ist für junge Mieter attraktiv.
Besonders interessant: Mülheim hat viele Altbauten aus den 1920er–1960er Jahren mit günstigen Kaufpreisen und attraktiver Architektur. Wer bereit ist kleinere Renovierungen durchzuführen, kann hier Objekte mit sofortigem Rendite-Potenzial finden. Für die Kalkulation: Kaufpreisfaktor-Rechner und Nettorendite-Rechner.
Investment-Fazit Mülheim

Mülheim ist besser geeignet für Investoren die Wert auf Stabilität legen und keine Hochrisiko-Renditen brauchen. Wer 5–7 % Bruttorendite mit solidem Mietermix akzeptiert, findet hier ein gutes Umfeld. NRW-Grunderwerbsteuer 6,5 % beachten. Besonders attraktiv: Mehrfamilienhäuser mit 4–8 Einheiten, da der Preis pro m² hier oft günstiger ist als bei Einzelwohnungen und die Verwaltung effizienter.
Mülheim: Warum Mehrfamilienhäuser besonders attraktiv sind
In Mülheim an der Ruhr gibt es einen besonders attraktiven Teilmarkt: kleinere Mehrfamilienhäuser mit 4–8 Einheiten aus den 1950er–1970er Jahren. Diese Objekte werden oft von Erbengemeinschaften oder älteren Eigentümern verkauft die keine Energie mehr für die Verwaltung haben. Kaufpreise: 600.000–1.200.000 Euro für das Gesamtpaket. Jahresmiete: 45.000–80.000 Euro bei Vollvermietung. Das ergibt Kaufpreisfaktoren von 13–16 — besser als bei Einzelwohnungen im gleichen Stadtteil. Der Vorteil: Du verwaltest eine Einheit statt viele, hast nur einen Kreditvertrag und profitierst von Skaleneffekten bei Reparaturen. Für die Gesamtkalkulation: Mehrfamilienhaus als Kapitalanlage.
Wichtige Infos für Käufer: Grunderwerbsteuer nach Bundesland | AfA-Abschreibung
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Standortanalyse: So bewertest du eine Stadt als Kapitalanlage
- Schritt 1: Bevölkerungsprognose 2035 prüfen: wächst, stagniert oder schrumpft die Stadt?
- Schritt 2: Wirtschaftsstruktur analysieren: Ist die Stadt von einem Arbeitgeber abhängig?
- Schritt 3: Leerstandsquote recherchieren: < 3 % = Nachfragemarkt, > 5 % = Vorsicht
- Schritt 4: Mietpreisentwicklung der letzten 5 Jahre: steigen Mieten über Inflation?
- Schritt 5: Infrastruktur prüfen: ÖPNV, Schulen, Einkauf — das ist was Mieter wollen
Rendite-Vergleich Städtekategorien 2026
| Städtekategorie | Kaufpreis Ø €/m² | Nettomietrendite Ø | Leerstandsrisiko |
|---|---|---|---|
| A-Städte (Mü, Hh, Ffm) | 7.000–12.000 € | 1,8–3,0 % | sehr gering |
| B-Städte (Nürnberg, Leipzig) | 2.500–5.500 € | 3,5–5,5 % | gering |
| C-Städte (Kleinstädte) | 1.000–3.000 € | 5,0–9,0 % | mittel–hoch |
| D-Lagen (schrumpfende Städte) | 300–1.500 € | 8,0–15,0 % | hoch |
Die Hierarchie der deutschen Immobilienmärkte ist in Bewegung. Während Metropolen teuer bleiben, profitieren B-Städte von einem strukturellen Bedeutungsgewinn: Remote-Work-Migration, Hochschulausbau und Infrastrukturinvestitionen stärken Hannover, Nürnberg, Leipzig und Dresden. 2026 gilt: B-Städte mit Bevölkerungsplus und diversifizierter Wirtschaft sind die attraktivsten Kapitalanlage-Standorte. C-Lagen (schrumpfende Städte) nur für erfahrene Investoren mit Leerstandstoleranz.




